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Irrtümer in der Hundehaltung

  • Mein Hund darf nicht auf´s Sofa, nicht erhöht liegen, erhält grundsätzlich sein Fressen erst, wenn wir gegessen haben, darf nicht zuerst durch die Tür - weil ich der Chef bin.
Falsch! Wichtig ist, dass alle genannten Punkte jederzeit und ohne Probleme auf Ihren Wunsch hin ausgeführt werden KÖNNEN. Klappt das alles, sind Sie als Chef von Ihrem Hund anerkannt, steht diesen Privilegien nichts im Wege.



  • Mein Hund liebt mich so sehr, dass er nicht eine Minute ohne mich sein kann. Er begleitet mich überall hin, sogar auf die Toilette.
Falsch! Ihr Hund hat das Bedürfnis, Sie ständig zu kontrollieren, nichts zu verpassen. Ihre Stellung ist nicht eindeutig gefestigt.



  • Mein Hund muss mich immer verteidigen.
Falsch! Ihr Hund darf Sie gern verteidigen - wenn Sie grünes Licht geben. Sie sind der Chef und haben somit Ihren Hund zu schützen. In kritischen Situationen hat Ihr Hund Ihnen den Vortritt zu lassen und darf gern Schutz hinter Ihnen suchen.



  • Mein Hund ist erst einige Monate alt, er hat noch Welpenschutz.
Falsch! Es gibt überhaupt keinen Welpenschutz, maximal im eigenen Rudel. Nur in der deutschen Sprache existiert dieses Wort. Sicherlich ignorieren erwachsene Hunde größtenteils das Benehmen eines Welpen, aber nicht, weil er Welpenschutz hat, sondern weil er völlig unwichtig ist und keine Konkurrenz darstellt. Daher kommt es durchaus vor, dass auch ein Welpe gebissen wird, weil er sich nicht angemessen verhält und deshalb vom erwachsenen Hund zurechtgewiesen wird. Dies gehört zum Lernprozess des Welpen dazu - dieses Lernen wird auch Sozialisation genannt.



  • Der Hund wedelt, er freut sich.
Kann sein, muss aber nicht! Schwanzwedeln weist nur auf die Erregung des Tieres hin. Es ist wichtig, den gesamten Hund zu betrachten und auf seine Körpersprache zu achten. Wirkt der Hund beim Wedeln entspannt, ist ein Ohrenspiel erkennbar - ja, dann freut er sich. Ist er aber komplett versteift, dann sollte man vorsichtig sein!



  • Der entgegenkommende Hund legt sich flach auf den Boden, er will spielen.
Falsch und sehr gefährlich! Dieses Hinlegen oder auch "Platz" machen kann eine Lauerstellung sein, auf die ein Angriff folgen könnte. Vorsicht ist geboten!



  • Hunde, die bellen, beißen nicht.
Ein fataler Irrtum! Bellen ist ein Kommunikationsmittel des Hundes, seine Sprache. So wie wir Menschen beim Sprechen einen Tonfall haben, bellt auch ein Hund in unterschiedlichen Nuancen und Tönen. Hunde bellen aus den unterschiedlichsten Motivataionslagen heraus, so auch als Warnung. Wird diese missachtet, kann das böse Folgen haben. Auch ein Bellen aus einer Unsicherheit heraus kann zum Angstbeißen führen!



  • Liegt ein Hund auf dem Boden, hört die Beißerei sofort auf.
Falsch! Hier ist eher der Grund der Beißerei und der Charakter des überlegenen Hundes entscheidend. Es gibt Hunde, die lassen nicht von Ihrem Opfer ab!



  • Hunde machen das unter sich aus.
Da ist durchaus etwas Wahres dran! Aber Hunde sind Raubtiere, die instinktgesteuert handeln. Sie machen keinen Unterschied bei der Größe ihres Gegenübers, so dass Beißereien zwischen großen und kleinen Hunden durchaus tödlich enden können. In einem solchen Fall ist ein Eingreifen des Menschen dringend geboten, bevor die Situation eskaliert!



  • Wenn mein Hund gähnt, ist er müde; wenn er niest, hat er Schnupfen.
Falsch! Sicherlich gibt es für diese Handlungen auch körperliche Auslöser, aber nicht nur. Unsere Hunde senden Signale an ihre Rudelmitglieder aus, um zu vermitteln, wie sie sich fühlen. Diese Signale nennen sich "Calming Signals" und gehören zu den vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten eines Hundes. Diese Beschwichtigungssignale benutzen Hunde, um z. B. Aggression, Angst, Stress usw. zu unterbrechen und abzumildern, also um Konflikten vorzubeugen oder diese zu lösen.



  • Mein Hund fürchtet sich z. B. vor Männern (Fahrradfahrern, Joggern, Autos...), er hat wohl schlechte Erfahrungen gemacht.
Kann sein, muss aber nicht! Anzunehmen ist eher, dass der Hund mit oben genannten Dingen oder Personen in der Sozialisierungs- und Rangordnungsphase (ca. zwischen der 8. und 16. Lebenswoche) niemals in Berührung kam und somit keinerlei positive Erfahrungen sammeln konnte. Fehlende Erfahrungen sind ungünstiger, als schlechte Erfahrungen.



  • Mein Hund hat Angst allein zu bleiben, deshalb zerstört er Gegenstände.
Falsch! Ihr Hund ist nicht ängstlich, er ist schlichtweg stinksauer, weil er nicht mit durfte. Also lässt er seinen Frust an Ihren Gegenständen aus. Hätte er wirklich Angst, wäre er zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um seinem Frust freien Lauf zu lassen.



  • Große Hunde brauchen eine harte Hand.
Nein! Jeder Hund benötigt Regeln und eine konsequente Erziehung. Jedoch können große Hunde - genau wie kleine - sehr sensibel reagieren.



  • Kleine Hunde brauchen keine Erziehung.
Falsch! Jeder Hund sollte eine Grunderziehung erhalten, um ihm und uns das Zusammenleben zu erleichtern. Nur weil bei großen Hunden bei Fehlverhalten schlimmere Folgen zu Erwarten sind, heißt das nicht, dass ein kleiner Hund keinen Schaden anrichten kann.



  • Große Hunde dürfen nicht in der Wohnung gehalten werden, kleine Hunde benötigen weniger Bewegung bzw. Beschäftigung.
Falsch! Ausschlaggebend sind u. a. die Rasse und der Charakter. Diese bestimmen den Bewegungsdrang Ihres Hundes. Nach Rasse und Charakter sind wiederum die Art der Beschäftigung und die Menge an Bewegung festzulegen. Viel wichtiger ist die Qualitätszeit und wie diese ausgefüllt wird. Wie beschäftigt man den Hund? Welche Möglichkeiten der Entfaltung hat er? Hat ein großer Hund ausreichend Bewegung durch z. B. Hundesport oder lange Spaziergänge, hat Beschäftigung durch Spiele, die ihn fordern, kann er seine Ruhezeiten durchaus bequem in der Wohnung verbringen. Genauso kann ein kleiner Hund ein ausdauernder Läufer und eine Sportskanone sein.



  • Hündinnen müssen mindestens einmal Welpen haben.
Falsch! Es besteht sogar der Verdacht, dass diese Hündinnen häufiger an Gebärmutter- und Gesäugekrebs erkranken, als Hündinnen, die nie einen Wurf hatten. Außerdem stellt jede Geburt für die Hündin ein gesundheitliches Risiko dar.



  • Mischlinge sind gesünder und robuster als Rassehunde.
Falsch! Jeder Mischling hat verschiedene Rassen als Grundlage. Diese bringen aber nicht nur die "guten Gene" mit, sondern auch die jeweiligen rassetypischen Krankheiten. Auch von erworbenen Krankheiten ist ein Mischling genauso betroffen, wie ein Rassehund.



  • Weiße Hunde werden schneller krank.
Falsch! Weiße Hunde tragen das gleiche Krankheitsrisiko wie "farbige" Hunde. Ganz im Gegenteil. Es gibt Fellfarben, die aufgrund ihrer genetischen Disposition viel mehr Krankheitsrisiken bergen. Allerdings gibt es Rassen, bei denen reinweiße Hunde unerwünscht sind, da sie von vornherein bestimmte Krankheiten in sich tragen.



  • Schwarze Hunde bzw. Hunde mit schwarzen Flecken an den Lefzen sind gefährlich.
Falsch! Hunde jeder Farbe können gefährlich sein - durch falsche oder fehlende Erziehung. Wahrscheinlich beruht dieser Irrglaube auf dem Aberglauben, die Farbe schwarz betreffend.



  • Hunde verlieren durch Käse ihren Geruchssinn.
Falsch! Hunde können - wenn ihr Verdauungssystem es verträgt, jederzeit Käse fressen. Eher könnte der Fettgehalt ein Problem darstellen.



  • Hunde, die rohes Fleisch fressen, werden bissig.
Falsch! Rohfütterung ist die artgerechteste Form der Fütterung. Rohes Fleisch gehörte bei den Urvätern unserer Hunde - den Wölfen - auf den täglichen Speiseplan.

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